Behandlungsgebiete

Analfissuren – Afterrisse

Die Analfissur entsteht aus Entzündungen und Einrissen im Bereich des äußeren Analkanals und führt zu geschwürartigen Veränderungen im Inneren des Afters. Sie gehört zu den schmerzhaftesten Erkrankungen der Analregion, wobei die Schmerzen, zunächst durch den Stuhlgang verstärkt, bis zu mehreren Stunden nach der Stuhlentleerung anhalten können. Durch die chronische Entzündung kommt es zu einer Verengung des inneren Schließmuskels, was den Heilungsprozess weiter behindert. Durch die anhaltende Entzündung kommt es im weiteren Verlauf zu einer zunehmenden Vernarbung im Analkanal, die spontan nicht mehr abheilen kann und das Risiko der Ausbildung von Fistelgängen und Abszessen mit sich führt.

Grundsätzlich wird zwischen der akuten, „frischen“ und der chronischen Fissur unterschieden. Die akute Fissur kann meist durch Anwendung von entzündungshemmenden Medikamenten und Analtampons mit schmerzlindernden Zusätzen zur Abheilung gebracht werden. Wichtig ist es, für einen regelmäßigen und weichen Stuhlgang ohne den Einsatz von Abführmitteln zu sorgen.

Die chronische Fissur erfordert üblicherweise die operative Entfernung des narbigen Gewebes sowie der durch die Entzündung entstandenen Gangsysteme (Analfisteln), die sich unter der Haut des Analkanals entwickelt haben können. Die Entscheidung über die Notwendigkeit einer Narkose erfolgt aufgrund des Ausmaßes der Veränderungen und der anatomischen Voraussetzungen des jeweiligen Patienten.

Anatomie des Enddarms

Anatomie des Enddarms

1 Hämorrhoiden
2 Krypte mit Afterdrüsen
3 Perianale Venen
4 Analkanal
5 Äußerer Schließmuskel
6 Innerer Schließmuskel
7 Enddarm