Behandlungsgebiete

Dickdarmspiegelung (Colo-Ileoskopie)

Bei der Colo-Ileoskopie werden der gesamte Dickdarm, sowie der an den Dickdarm anschließende Dünndarm untersucht.

Wie bei der Magenspiegelung können im Rahmen der Untersuchung aus krankhaft veränderten Arealen Gewebeproben entnommen werden.

Eine der wichtigsten Aufgaben der Dickdarmspiegelung ist die Darmkrebsvorsorge, weshalb die Spiegelung generell ab dem 50., bei Risikopatienten ab dem 40. Lebensjahr empfohlen wird. Als Risiko gelten zum Beispiel familiäre Belastung und chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Sollten bei der Spiegelung Darmpolypen entdeckt werden, so werden diese in aller Regel endoskopisch schmerzfrei und risikoarm entfernt. Dickdarmpolypen gelten als gutartige Vorläufer des Dickdarmkrebses, aus diesem Grund sollte die Entfernung der Polypen unbedingt angestrebt werden.

Auch die Dickdarmspiegelung wird in Sedierung (Dämmerschlaf) durchgeführt, auf Wunsch unter anästhesiologischer Überwachung.

Die Dickdarmspiegelung erfordert die vollständige Reinigung des Dickdarmes, da die Aussagekraft der Untersuchung stark von der Sauberkeit der Darmwand abhängig ist. Diese Reinigung wird in der Regel sehr gut vertragen, das exakte Vorgehen wird dem Patienten in einem Vorgespräch erläutert.

Anatomie des Enddarms

Anatomie des Enddarms

1 Hämorrhoiden
2 Krypte mit Afterdrüsen
3 Perianale Venen
4 Analkanal
5 Äußerer Schließmuskel
6 Innerer Schließmuskel
7 Enddarm